Dreikönigskranz (Roscón de Reyes)

Spanisch

Als ich vor vielen Jahren nach Spanien auswanderte, war mir die Spanische Trandition des Dreikönigskranz völlig unbekannt. Man ißt dieses Hefegebäck, den „Roscón de Reyes“ eigentlich nur einmal im Jahr, und zwar zum 6. Januar, zum Festtag der Heiligen Drei Könige… das eigentliche Weihnachten hier in Spanien, den da bekommen die Kinder ihre Geschenke. In den gekauften Dreikönigskränzen finden man in der Regel zwei kleine Überraschungen: eine kleine Porzellanfigur und eine Ackerbohne, jede hat seine Bedeutung, bekommt man nämlich das Stück mit der Bohne, so muss man den „Roscón“ bezahlen, beziehungsweise seine Gäste einladen, trifft man jedoch die Porzellanfigur, so wird man zum „König“ gekrönt. Ein immer freudiges Ereignis vor allen für die kleinen Kinder.
 
Ich habe im Laufe der Jahre viele Rezepte ausprobiert, dieses Jahr allerdings gewagt meine eigene Variation vorzustellen. Meine erworbenen Backkenntnisse bei der Kochschule “Le Cordon Bleu” haben mir dabei geholfen. Ich hoffe Euch schmeckt´s!
 

Zutaten
(für 2 mittelgroße Kränze von je c.a. 600gr)
  • 600 gr Mehl
    (50% Type 405, 50% Type 550)
  • 100 gr Zucker
  • 10 gr Salz (ca 1 gehäufter Teelöffel)
  • 4 Eier (M)
  • 1 geriebene Schale Zitrone
  • 1 geriebene Schale Orange
  • 20 ml Orangensaft (c.a. 2 EL)
  • 20 ml Rum (c.a. 2 EL)
  • 20 ml Orangenblütenwasser
    (c.a. 2 EL)
  • 90 ml Milch (lauwarm)
  • 20 gr frische Hefe
  • 1 EL Honig
  • 200 gr weiche Butter
  •  
    Zum verstecken im Teig

  • 1 kleine Porzellanfigur
  • Evtl. 1 Ackerbohne
  •  
    Zum Dekorieren::

  • 1 Ei
  • Kandierte Früchte (Orangen, Kirschen etc)
  • Mandel-blätter
  • 100 gr Zucker
  • 1 TL Orangenblütenwasser

 

Das Orangenblütenwasser gibt diesen ganz typischen Geschmack!Es sollte nicht fehlen!

 

Vorbereitungen vor Backbeginn
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1Die Zitronen und Orangenschale abreiben.

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2In einer kleinen Schüssel den Saft, das Orangenblütenwasser und den Rum zusammengießen.

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3In einer großen Schüssen, beide Mehltypen sowie Zucker und Salz vermengen.


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44 Eier ein einer separaten Schüssel leicht anschlagen.

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5Die Milch leicht erhitzen und Hefe sowie Honig hineingeben. Alles gut auflösen.

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6Für dieses Rezept ist eine Küchenmaschine zu empfehlen. Wir benutzen den Knethaken.


 

Teigverarbeitung und 1° Ruhen
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1Bei niedriger Geschwindigkeit zunächst die Milch mit Hefe und Honig dazugeben…

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2…dann langsam die leicht angeschlagenen Eier…

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3…die Mischung aus Saft, Orangenblütenwasser und Rum…


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4…und zuletzt die geriebene Zitronen und Orangenschale.

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5Alles ca. 10 Minuten verarbeiten.

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6Dann erst langsam die weiche Butter einarbeiten.


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7Es ist wichtig den Teig ab da mindestens noch einmal 20 bis 30 Minuten zu kneten. Er muss sich von den Wänden ablösen!

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8Man kann die Probe auch mit der Hand machen. Ein kleines Stück Teig leicht auseinander ziehen. Wenn der Teig nicht reißt und ein dünner Film bleibt ist er fertig.

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9Eine große Schüssel mit Öl ausstreichen.


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10Den Teig noch ein bisschen auf der Arbeitsfläche kneten. Mann sollte kein Mehl benötigen, denn der Teig dürfte nicht kleben bleiben. Immer von außen nach innen kneten.

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11Zum Schluss eine Kugel formen. Es sollte immer auf eine glatte Oberfläche geachtet werden.

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12Den Teig ein die geölte Schüssel geben, mit Plastikfolie abdecken und 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Er sollte über das doppelte aufgehen.


 

“Entgasen” und 2º Ruhen
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1Den Teig nach dem ersten Aufgehen, wieder auf die Arbeitsfläche geben.

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2Den Teig wieder von außen nach innen kneten und dabei die Luft rausdrücken.

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3Erneut in die geölte Schüssel legen, abdecken und diesmal über Nacht mindestens 8 Stunden lang im Eisschrank aufgehen lassen. Der Teig wird sein Volumen erneut verdoppeln.


 

Kranz formen und 3º Ruhen
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1Den Teig nach dem zweiten Aufgehen auf die Arbeitsfläche geben.

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2In zwei gleiche Hälften teilen. Eine davon vorerst weiter im Eisschrank aufbewahren für den späteren Gebrauch.

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3Leicht verkneten und eine Kugel formen (oder “schleifen”)


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4Mit dem Daumen in der Mitte ein Loch eindrücken…

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5…dann langsam immer weider ausweiten, dabei den Rand regelmäßig drücken um den Kranz zu formen.

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6Sobald man die gewünschte Größe erreicht hat, den Kranz auf eine Silicon-Backmatte oder Backpapier legen.


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7Die Figur, die man in dem Kranz verstecken will, in Hitze-resistente Plastik oder Aluminiumfolie wickeln.

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8Die eingewickelte Figur von unten ein den Teig einarbeiten und gut verschließen.

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9Danach mit einem Tuch zudecken und bei Zimmertemperatur wieder 2 Stunden gehen lassen. (Er soll wieder um über das doppelte aufgehen).


 

Dekorieren und Backen des Kranzes
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1Während der Kranz ruht, die kandierten Früchte in mittelgroße flache Stücke schneiden.

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2In den Zucken einen Teelöffel Orangenblütenwasser geben und alles vermischen. Es soll ein leicht feuchter klumpiger Zucker entstehen.

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3In einer kleinen Schüssel ein Ei kurz aufschlagen.


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4Nach dem dritten Aufgehen, den Kranz mit Ei bestreichen.

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5Nach Geschmack mit den kandierten Früchten belegen.

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6Danach regelmäßig die Mandel-scheiben verteilen…


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7…und zum Schluss mit dem feuchten Zucker bestreuen.

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8In den auf 180C° vorgeheizten Ofen in die mittlere Schiene schieben.

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9Ungefähr 30 Minuten Bachen. Der Kranz soll gut braun sein. Auskühlen lassen und mit geschlagener Sahne servieren.


 

  • Das Orangenblütenwasser ist einer der wichtigsten Zutaten das zu dem typischen Geschmack beiträgt. Hier in Spanien ist es leicht zu finden, in Deutschland scheint das aber etwas schwieriger zu sein. Man sollte es allerdings in Apotheken oder in Marokkanischen bzw. Türkischen Lebensmittelgeschäften bekommen. Ich hoffe Ihr habt Glück dabei. Orangenblütenwasser hat nichts mit Orangen-Aroma zu tun, kann also eigentlich nicht dadurch ersetzt werden. (zumindest wenn man wirklich den echten spanischen “Roscón de Reyes” machen will).
  • Bei Verarbeitung von Hefeteig sollte immer darauf geachtet werden daß die Zutaten Zimmertemperatur haben. Dies fördert das schnellere Gären des Teiges
  • Die Ruhezeiten sind bei Hefeteigen besonders wichtig. Man braucht also eine Portion Geduld. Trotzdem könnte man z.b. die lange Gär-zeit im Eisschrank con 8 Stunden auf 4 Stunden bei Zimmertemperatur reduzieren. Allerdings ist es dann etwas schwieriger den Kranz zu formen, da der Teig wesentlich weicher ist.
  • Eine Küchenmaschine empfiehlt sich durch die langen Knet-Zeiten sehr. Sollte man diese aber nicht zu Verfügung haben, geht es auch mit einem Handrührgerät mit Knethaken. Man sollte hierbei allerdings aufpassen das Gerät nicht zu überhitzen und den Teig eventuell per Hand fertig zu stellen. Allgemein gilt immer, je länger man knetet um so geschmeidiger wird der Teig.

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